Schichten sind wie Zwiebeln. Sie haben Oger. Aus dem moep.net
Nachdem es offensichtlich in Mode gekommen ist, einen eigenen Tor-Knoten zu betreiben, hab ich den Zwiebel-Router auch mal auf meiner Kiste installiert. Die Installation von Tor für den Serverbetrieb wird auf der Webseite von Tor beschrieben, ebenso ist der Blogpost von Kristian Koehntopp zu empfehlen. Die paranoiden Serveradmins (wer ist das heutzutage nicht?) lassen Tor natürlich in einer Chroot-Umgebung laufen.
Und weil der Mensch ja ein Faultier ist, habe ich den Ebuild von Gentoo für Tor 0.1.0.14 bzw. seit heute 0.1.0.15 etwas aufgebohrt. Zu finden ist das Teil unter Bug #106369 im Bugzilla von Gentoo. Wie immer: Es gibt keine Garantie, dass der Ebuild funktioniert. Er könnte auch dein Haus niederbrennen, dein Konto plündern und dein Erstgeborenes fressen. Was Ebuilds eben so machen, wenn ihnen langweilig ist.
Die Exitpolicy meines Tor-Knotens habe ich erstmal recht restriktiv gesetzt (nur Ports 53,110 und 143), um zunächst beurteilen zu können, wieviel Last und Transfer die Sache eigentlich generiert. Dabei hilft auch das Accounting, das man in der torrc sehr einfach festlegen kann. Maximal 5 GB am Tag sollten ausreichen. Wenn alles gut läuft, werde ich die Bandbreite noch erhöhen. Diese ist aktuell auf 50 kb/s begrenzt. Man will ja nicht das gesamte Traffic-Kontingent an einem Wochenende verbrauchen. ;)

Unter http://www.noreply.org/tor-running-routers/ und http://serifos.eecs.harvard.edu:8000/cgi-bin/exit.pl finden Interessierte Informationen zum Tor-Netzwerk. Die am häufigsten gestellten Fragen werden in der Tor FAQ beantwortet.