/dev/joschi: Wirrer Geist, wirre Texte

Links zum Wochenende (3)

Das ist er nun, der erste Beitrag in 2010. Ich hoffe, ihr habt alle gut ins neue Jahr hineingefeiert. Also jetzt auch ganz offiziell: Frohes neues Jahr!


Über die Weihnachtstage bis Silvester haben sich wieder einige lesenswerte Dinge bei mir angesammelt, die ich teilen möchte.



  • Pünktlich zum Jahr 2010 gibt es eine alte Regel in SpamAssassin, die Probleme macht.
    Das kommt davon, wenn man etwas unsauber implementiert und die saubere
    Lösung auf später™ verschiebt. Die korrigierte Version (diesmal wieder
    unsauber, aber dafür bis 2020) kann mittlerweile per sa-update bezogen werden. Alternativ kann die Punktzahl für die Regel FH_DATE_PAST_20XX auch einfach in der lokalen Konfiguration auf 0.0 Punkte gesetzt werden (via heise).

  • 35 Google open-source projects that you probably don't know:
    Eine Liste verschiedenster Open Source Projekte, an denen Google bzw.
    Google-Mitarbeiter (meist in ihren dafür vorgesehenen 20% Arbeitszeit)
    beteiligt sind. Mittlerweile werden wesentlich mehr als 35 Projekte
    aufgelistet, aber wer zählt bei so etwas schon?

  • In oben genanntem Artikel habe ich neatx entdeckt, eine quelloffene Implementierung eines NX-Servers von Google. Bislang gibt es nur den kommerziellen NX Server von NoMachine sowie die freie Implementierung FreeNX. Mal sehen, was daraus wird. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.

  • Bei 78s.ch bin ich auf Best of Bootie 2009 gestoßen, einen Sampler ausschließlich bestehend aus Mashups bekannter Songs. Und das ziemlich gut gemacht.

  • Ebenfalls bei 78s.ch habe ich den Artikel United State of Pop 2009: Monster-Mashup von 25 Chartbreakern gelesen, in dem das Mashup von DJ Earworm vorgestellt wird. Der Mann kann das ziemlich gut, wenn ihr mich fragt.

  • Und als letzter Link auf einen Artikel bei 78s.ch (das auch gleich in meinem Feedreader gelandet ist): MySplice4: Die besten Songs des Jahres, gemischt mit Klassikern

  • Apropos Feedreader: Ich verwende (nach einiger Zeit mit Liferea, Akregator, Gregarius und Feed2Imap) den webbasierten Feedaggregator Tiny Tiny RSS, von dem eine Instanz auf meinem Server läuft. Der Google Reader ist zwar ebenfalls ganz nett (vor allem die sozialen bzw. kollaborativen Features), aber ich habe meine Daten gerne da, wo ich sie selbst verwalten (und vor allem löschen) kann. Im Großen und Ganzen bin ich mit TT-RSS sehr zufrieden, aber natürlich bin ich auch offen für Neues. Dank OPML ist die Migration zu einem anderen Feedreader ja kein Problem.

    Bei WebResourcesDepot habe ich nun rsslounge (Projekt bei Google Code) entdeckt, welches einen guten ersten Eindruck macht. Gerade das Konzept mit Plugins für verschiedene Quellen (z. B. RSS-Feeds, welche nur Bilder enthalten und welche dann entsprechend dargestellt werden oder für kaputte Feeds ohne richtige GUID) und die Prioritäten für die verschiedenen Feeds finde ich interessant. Leider fehlen auch noch ein paar Kleinigkeiten wie ein richtiger (multithreaded) Daemon, der die Feeds abruft, Unterstützung von Tastatur-Shortcuts, Lazy Loading der Artikelinhalte und ggf. Multiuser-Unterstützung. Aber das Projekt ist noch jung und der Autor scheint interessiert zu sein, so dass diese Dinge sicherlich noch implementiert werden. Ich werde auf jeden Fall ein Auge auf rsslounge haben.


  • Über Weihnachten meinte ein Idiot, er müsse in Detroit einen Anschlag auf das Flugzeug versuchen, mit dem er aus Amsterdam kam. Durch die folgende (und sind wir mal ehrlich: vorhersehbare) Panikmache sind die zuvor eher nicht favorisierten Nacktscanner wieder im Gespräch und werden nun in den Niederlanden und vermutlich auch in Deutschland eingeführt.

  • Passend dazu der Kommentar Wenn der Staat zu weit geht von Heribert Prantl.

  • Bei all der Panikmache sollte man aber nicht vergessen, dass das Fliegen immer noch verhältnismäßig sicher ist:


  • DNS via REST-Schnittstelle und JSON als Datentransport. Und nein, das ist nicht das selbe wie schon in Links zum Wochenende aufgeführt.

  • Der 26C3 ist jetzt auch vorbei und auch dieses Jahr gab es wieder einige gute Vorträge. Für ein wenig Erheiterung zwischendurch kann ich den Fnord Jahresrückblick 2009 (.torrent) empfehlen. Von Vier Fäuste für ein Halleluja (.torrent) hatte ich mir etwas mehr erhofft, aber man kann ja nicht alles haben. Von den meisten Vorträgen gibt es mittlerweile die Mitschnitte bei der FeM zum Download. Der bevorzugte Weg, an die Daten zu kommen, ist natürlich BitTorrent. Damit geht das erfreulich fix und die anderen haben auch etwas davon.

  • Steve Hanov hat ein nettes Zeichenprogramm für den Browser mit JavaScript und Canvas geschrieben. Der Mann hat auch die in Geek-Sunday Links erwähnte Webanwendung WebSequenceDiagrams geschrieben.

  • 1&1 wird jetzt voll 2.0 (no pun intended) und bloggt und twittert. Bislang kam allerdings nichts wirklich interessantes über diese Kanäle.

  • AirTap: Eine interessante Art Gitarre zu spielen.

  • No more cookies

Einfach mal direkt in die Fresse...

Hätte Strato eine Maulhau-Policy für vom Serverbetrieb überforderte Kunden, die Spam effektiv stoppt, wäre das auch eine Lösung, [...]

Wo kann ich doch gleich beantragen, dass Maulhau-Policy in den Duden aufgenommen wird?

via lawblog

Jabber World Domination

Durch Zufall habe ich im Blog von stpeter gelesen, dass GMX einen eigenen Jabber-Server betreibt. Scheinbar kommt dort ejabberd zum Einsatz. Ähnlich wie bei GMailGoogle Mail bzw. Google Talk ist die Jabber-ID gleich der E-Mail-Adresse.


Servername: jabber.gmx.net
Jabber-ID: localpart@gmx.(net|de|at|ch|...)
Passwort: [hoffentlich bekannt]


Das Passwort wird unverschlüsselt übertragen, man sollte also auf jeden Fall eine Verbindung über SSL herstellen. Laut der Newsmeldung auf teltarif.de, funktionieren auf dem Server von GMX als Jabber-ID auch E-Mail-Adressen von web.de und 1&1.


Wer Jabber nicht kennt, möge sich einfach einmal den Themenkomplex dazu auf deshalbfrei.org durchlesen. Auf Netzwelt.de sowie der Seite von Kai Raven finden sich ebenfalls lesenswerte Artikel zum Thema.


Google, die mit Google Talk selbst einen ähnlichen IM-Service auf Basis von XMPP betreiben, haben ebenfalls aufgerüstet: "VOIP-Dienste für alle" titelt golem.de. Leider werden die neuen Features bislang nur von Googles eigenem (Windows-) Client unterstützt. Dafür kann GTalk jetzt aber auch ohne Google Mail Konto genutzt werden, was zuvor obligatorisch war.