/dev/joschi: Wirrer Geist, wirre Texte

Netter Brief von der GEMA

Auszug aus dem Wikipedia-Artikel zur GEMA:
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland (Hauptsitz Berlin und München) die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von denjenigen Komponisten, Musikern und Verlegern von Musikwerken vertritt [...]

Ok, so weit, so gut. Wenn man also das Stück eines Künstlers aufführt, vervielfältigt oder sonstwie verarbeiten will, zahlt man die notwendigen Urheberabgaben dafür an die GEMA, welche diese wiederrum dem Künstler auszahlt.
Das geht soweit, dass selbst die Künstler für Ihre eigenen Stücke Abgaben zahlen müssen, wenn sie diese z. B. auf ihrer Homepage zum Download anbieten. Immerhin das Streaming ist kostenlos... 8-|

Warum ich das schreibe? Nun, die GEMA verschickt derzeit offenbar massenweise Briefe an Webseiten, welche Musikstücke zum Download anbieten. So haben wir letzte Woche ebenfalls einen Brief erhalten. Dieser war im Wortlaut (abgesehen von Datum und Anschrift natürlich ;)) identisch mit dem Schreiben, das die Band Feromon erhalten hat.

Offensichtlich hat sich bei der GEMA kein Mitarbeiter die Mühe gemacht, die Urheberschaft der Stücke zu überprüfen. Warum sollten Sie auch? Es gibt ja die GEMA-Vermutung:
Die GEMA-Vermutung besagt, dass aufgrund des umfassenden Weltrepertoires, über dessen Rechtewahrnehmung die GEMA verfügt, eine tatsächliche Vermutung dafür spricht, dass bei Aufführungen von in- und ausländischer Tanz- und Unterhaltungsmusik Vergütungspflicht besteht.


Kurz gesagt also eine Beweislastumkehr. Nicht die GEMA muss beweisen, dass ich schuldig bin, sondern ich muss beweisen, dass ich unschuldig bin.
Die Frage nach dem Warum scheint von Zeit zu Zeit aufzukommen, weshalb die GEMA gleich einen Artikel in ihrer FAQ veröffentlicht hat:
Warum muss ich einen Lizenzantrag stellen, wenn ich nur meine eigene Musik verwende und ich kein GEMA-Mitglied bin?

Der Auftraggeber ist vor jeder meldepflichtigen Tonträgervervielfältigung (auch Selbstbrenner) verpflichtet, zur Repertoireprüfung eine Inhaltsmeldung der beabsichtigten Tonträgerherstellung bei der GEMA einzureichen. Aufgrund der von der Rechtssprechung der GEMA zuerkannten "GEMA-Vermutung", hat die GEMA einen hierauf gerichteten rechtlichen Anspruch.


Die Sache wird sich für uns wohl genau wie für Feromon durch ein entsprechendes Formular aus der Welt schaffen lassen. Bedenklich finde ich das Vorgehen der GEMA aber schon.

Wollt ihr das totale Gruscheln?

Es brodelt in der Blogosphäre rund um das Nazi^W StudiVZ. Hier eine Auswahl von 4 Artikeln, die als Einstieg und zum Appetit verderben ausreichen sollten:

StudiVZ - Der Hitler-Screenshot und der Käufer Facebook
Peinliche Pannen bringen StudiVZ in Verruf
StudiVZ unter Beschuss
StudiVZ-Spendenaktion

Muhahaha...

Soso, das StudiVZ hat also alle Rechte auf Plagiate und lässt Plagiate (klick mich!) des Plagiats strafrechtlich verfolgen. Stört es jemanden, wenn ich mal laut lache?

Impressum von StudiVZ:
Alle Texte, Bilder, Grafiken sowie das gesamte Design inklusive Layout-, Schrift- und Farbgestaltung sind mit allen Rechten der studivz.net vorbehalten. Die Vervielfältigung von Informationen oder Daten, die Verwendung von Texten, Textteilen oder Bildmaterial sowie jegliche Art von Kopie oder Reproduktion bedarf der schriftlichen Zustimmung der studivz.net. Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich verfolgt.


An deren Stelle würde ich Facebook in Grund und Boden klagen! Aber echt jetzt!

[via Basquiat]

Alternativen für Alturo-Kunden

Wie mittlerweile allseits bekannt ist, stellt Alturo zum 30.11.2006 den Geschäftsbetrieb ein. Im Rahmen der Geschäftsauflösung wurden den betroffenen (Server-) Kunden vergünstigte Angebote für Server von 1&1 unterbreitet. Da aber mit Sicherheit nicht jeder die Preise für echtes Blech bei 1&1 zahlen will oder kann, haben viele Konkurrenten kurzfristig eigene "Wechsel-Angebote" eingeführt. Darunter Manitu, Strato oder Hetzner. Letzt genanntes Unternehmen hat die Situation wohl genutzt, um (ver)alte(te)s Blech nochmals an den Mann zu bringen. Der kurzfristig eingeführte Tarif DS 1000 wurde schon wieder aus dem Programm genommen. Entweder man hat die Nachfrage unterschätzt oder es wurden alle alten Pizzaschachteln wieder vermietet.

Welches Angebot nun das beste ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Als kleine Hilfe sind die Root-Server-Tests im Blog von Marc Haber zu erwähnen. Es wurden dabei bisher folgende Server getestet:

Strato HighEnd-Server MR (vermutlich, der genaue Typ wurde nicht genannt)
Strato Power-Server S
Low-Cost Server von Netdirekt (Pentium 733)
Hetzner DS 3000

Bei letzterem ist die Beurteilung, entgegen der ansonsten verbreiteten Lobhudelei auf Hetzner, nicht sonderlich gut ausgefallen. Offenbar hat dieser ISP (übrigens nicht als Einziger) ein paar Sicherheitsprobleme mit der Netzwerkinfrastruktur. Auch ist der in Marcs Artikel angeprangerte Thread sicherlich kein Glanzlicht für das Diskussionsforum von Hetzner. Tatsächlich finde ich die System Policy für dedizierte Server etwas fragwürdig. Es darf meiner Meinung nach nicht sein, dass bei einem Root-Server vom ISP bestimmte Ports nach Gutdünken ("Aus Gründen der Netzstabilität wurde der Port 6667 gesperrt. [...] Um die massenhafte Verbreitung
von Würmern/Trojanern zu unterbinden, kann es zudem erforderlich sein, kurzfristig einzelne Ports zu sperren.
") gesperrt werden können.

Bei den ganzen Angeboten würde ich persönlich zu dem Server von Manitu greifen. Der Betreiber, Manuel Schmitt, macht in seinem Blog durchaus den Eindruck, auf Kundenwünsche auch individuell einzugehen. In der WHL finden sich ebenfalls bislang nur positive Erfahrungsberichte zu Manitu. Desweiteren dürfte die monatliche Kündbarkeit und die entfallene Grundgebühr für den Monat Oktober für den ein oder anderen attraktiv sein.

studiverzeichnis | Jetzt bist Du raus.

Social Networking ist in. Myspace in den USA oder openBC hierzulande sind bekannte Beispiele für solche Seiten. Die neue(?) In-Seite unter Studenten scheint das Studiverzeichnis zu sein. Fast alle und jeder ist schon angemeldet, lädt zum Gruscheln ein und möchte, dass man sie/ihn zur Freundeliste hinzufügt.

Aber bei Aufruf der Seite (wenn sie denn einmal lädt) beschleicht mich ein seltsames Gefühl: Das Design kommt mir bekannt vor. Wo hab ich das doch gleich wieder gesehen? Ah ja, facebook wars.

Ok, das Design von facebook ist nicht unbedingt innovativ oder zeugt von extremer Kreativität, so dass sich die Ähnlichkeit verschmerzen lässt. Das ist aber auch egal. Viel schlimmer ist, dass die Seite zu "Stoßzeiten", also zwischen 6:00 und 24:00 Uhr praktisch unbenutzbar langsam ist. Das liegt vermutlich daran, dass die Applikation an einer DSL-Leitung von QSC mit fester IP-Adresse gehostet wird! More »